Struktur des Gebietes

Die Östliche Innenstadt liegt im östlichen Zentrum der Stadt. In dem Stadtteil, der etwa 70 ha umfasst, leben etwa 15.000 Menschen aus über 50 Nationen.

Städtebauliche Struktur
Das Stadtquartier ist weitgehend von einer Wohn- und Mischnutzung mit überdurchschnittlicher Einwohnerdichte gegenüber der Gesamtstadt und durch vorwiegend älteren Gebäudebestand geprägt. Die typische 3-5-geschossige Blockrandbebauung der Gründerzeit kennzeichnen das Stadtbild. Ein Mangel an Grün- und Freiflächen in den überalterten und dicht bebauten Gebieten ist hierfür typisch. Durch die Wohnhochhausbebauung der frühen siebziger Jahre und den daraus reslutierenden Problemen ist das Stadtquartier ebenfalls geprägt.  Aus diesem Grund steht die Verbesserung der Freiflächen, Neuschaffung von Spielplätzen und die Gestaltung des Wohnumfeldes im Vordergrund.

Gebäudenutzung
Das Nutzungsspektrum des Quartiers stellt eine typische Mischung hoch verdichteter Innenstadtlagen dar. Die vorwiegende Wohnnutzung wird ergänzt durch traditionelle gewerbliche Nutzungen. Die Gewerbestruktur wird dominiert von kleinen und mittleren Einzelhandels- und Gewerbebetrieben. Eine Besonderheit stellt der große Anteil von ausländischen Läden dar, die von Call- und Internetshops, 1-Euro-Läden, über Lebensmittel- bis hin zu Feinkostläden reichen. Die Umnutzung von Gewerbebrachen und die Stärkung des Einzelhandels und Kleingewerbes ist zur Stabilisierung der Östlichen Innenstadt dringend erforderlich.

Die Situation um den östlichen Quartierseingang ist unbefriedigend. Sie wird von einer Hauptein- und Ausfallstraße sowie einer großen Gewerbebrache geprägt. Auch der nördliche Teil des Quartiers wird durch eine Häufung baulicher und städtebaulicher Problemlagen, wie Bauruinen oder verwahrlosten Wohngebäuden negativ belastet.

Es gibt aber auch Bereiche mit erheblichen Anteilen an Gebäudeensembles und Einzelgebäuden, die aufgrund ihres Gestaltungswertes im Sinne des Denkmalschutzes erhaltenswert sind und dem Gebiet Charme verleihen.

Verkehr
Die Verkehrssituation im Quartier ist verbesserungsbedürftig. Planungsziel ist, die Dominanz des motorisierten Verkehrs zugunsten des Fußgängerverkehrs zu beenden und schrittweise eine flächenhafte Verkehrsberuhigung zu realisieren. Hierzu ist die Lenkungsgruppe Verkehrsmanagement gegründet worden.

Anwohnerstruktur
Ein besonderes Merkmal im Quartier ist der hohe Anteil ausländischer Bevölkerung. Er hat sich von ca. 30% im Jahr 1980 auf über 50% im Jahr 1998 gesteigert. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund liegt jedoch noch weit höher. Die hohe Konzentration der ausländischen überdurchschnittlich hoch von Arbeitslosigkeit betroffenen Bevölkerung, hat zu einer einseitigen Entwicklung der Sozialstruktur geführt. Der Anteil von Sozialhilfeempfängern an der Quartiersbevölkerung liegt mit knapp 25% über dem städtischen Durchschnitt.

Auffällig ist weiterhin der Anteil von Kindern und Jugendlichen in dem dicht besiedelten Stadtgebiet, sie stellen mit rund 22% (0-18 Jahre) fast ein Viertel der Bevölkerung. Von den hier lebenden Kindern und Jugendlichen sind wiederum fast 60% ausländischer Herkunft.

Das Quartier zeichnet sich von Beginn an durch das Vorhandensein zahlreicher Initiativen, informeller Netzwerke und Gemeinschaftsaktivitäten aus, die im Rahmen der Gesamtmaßnahme durch das Quartiersmanagement integriert, projekbezogen vernetzt, gefördert und ergänzt werden konnten.


Lageplan

Lageplan