Sperrmüll-Aktionen

Projektverantwortliche: 
Bernhard Köppler , Silke Dillenberger (Quartiersmanagement)

Projektbeginn:  
2006

Zielgruppe:   
alle Anwohner der Östlichen Innenstadt

Projektziel: 
Permanente Müllansammlungen stören das Straßenbild elementar und konterkarieren die flankierenden Projekte zur Stabilisierung des Quartiers. Ziel des Projektes ist es, den Anwohner bewusst zu machen, dass es nur eines Anrufes bedarf, um Sperrmüll ordnungsgemäß abholen zu lassen. Da der Migrantenanteil im Quartier sehr hoch ist, wird auf dem Sperrmüll-Banner und den Flyern auf die Telefonnummer der Sperrmüllentsorgung in mehreren Sprachen hingewiesen.

Projektbeschreibung:
Das Thema Sperrmüll wird von den Bewohnern im Quartier immer wieder diskutiert und kritisiert. Das Sperrmüllaufkommen ist durch die hohe Fluktuation und fehlende soziale Kontrolle im Gebiet sehr hoch, aber auch weil aus anderen Stadtteilen und teilweise sogar Bewohner mit Frankfurter Kennzeichen ihren Sperrmüll hier abladen. Zu Beginn des Projektes hat die Sperrmüllabholung auch trotz anrufens nicht immer optimal funktioniert, dies konnte aber durch Gespräche des Quartiersmanagements mit der ESO deutlich verbessert werden. Dass jedoch auch Menschen aus anderen Stadtteilen die Östliche Innenstadt als ihr persönliches Sperrmülldepot nutzen, ist strafrechtlich nur schwer zu verfolgen. Hier sind die Anwohner angehalten, sich die Kfz-Nummernschilder zu notieren und diese ggf. dem Ordnungsamt direkt oder dem Quartiersmanagement anzuzeigen.
Viele Eigentümer beschweren sich über die Sperrmüll-Situation, sind sich aber nicht darüber bewusst, dass auch sie über die Aufklärung ihrer Mieter dazu beitragen können, die Situation zu verbessern. Um alle Bewohner zu erreichen, wurde zunächst im Jahr 2006 ein Müll-Banner entwickelt, der an zwei besonders problematischen Stellen in der Östlichen Innenstadt aufgehängt wurde. Auf diesem Flyer werden die Menschen in verschiedenen Sprachen aufgefordert, ihren Müll bei der ESO anzumelden und die entsprechende Telefonnummer anzugeben. Um aber ein Instrument zu haben, das sich theoretisch jeder Bewohner an den Kühlschrank hängen kann, wurde analog zum Banner im Jahr 2007 ein Flyer gedruckt, der noch einige Sprachen mehr enthält. Grundsätzlich ist jeder Eigentümer angehalten, seinen Mietern das Verfahren der Sperrmüllabholung zu erläutern und Konsequenzen anzukündigen, wenn sie sich nicht daran halten. Das gleiche gilt für die Mülltrennung und Einhaltung der Hausordnung, die immer wieder für Probleme unter den Mietparteien sorgen. Die Bürger sollen in die Mitverantwortung genommen werden.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen machen die Arbeitsgelegenheiten, die der Nassauischen Heimstätte – in ihrer Funktion als Beschäftigungsträger – zugewiesen werden, tägliche Rundgänge. Sie achten insbesondere auf Sperrmüll, aber auch auf Hundekot  und sonstige Missstände. Während der Rundgänge wird alles fotografisch dokumentiert und später im Stadtteilbüro ein Rundgangs-Protokoll erstellt, das direkt an das Ordnungsamt und an die ESO geschickt wird.


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