Hundekot-Aktionen

Projektverantwortlicher: 
Quartiersmanagement; Ordnungsamt; Wilhelmschule, August-Bebel-Schule, Fr. Wackmann (Kinderfraktion KJP, Jugendbildungswerk)

Projektbeginn:  
2005

Zielgruppe:   
Hundebesitzer

Projektziel: 
Hundebesitzer sollen dazu motiviert werden, selbst für Sauberkeit und Ordnung im Stadtteil zu sorgen, indem sie den Kot ihrer Hunde mit den dafür vorgesehenen Hundekottüten entfernen.

Projektbeschreibung:
Die Bürger der Östlichen Innenstadt kritisieren immer wieder, dass überall Sperrmüll herumliegt und die Hundebesitzer den Kot ihrer Hunde einfach liegen lassen. Dies ist nicht nur ein Problem in der Östlichen Innenstadt, sondern ein allgemeines Phänomen, dem das Quartiersmanagement bereits mit mehrfachen Aktionen entgegengewirkt hat.
Im Jahr 2005 wurde von einem ortsansässigen Grafiker und engagierten Bürger der Östlichen Innenstadt, Herrn Leithäuser, im Auftrag der Stadt Offenbach und dem Quartiersmanagement ehrenamtlich eine Serie von Plakaten mit eingängigen Slogans gegen Hundekot entworfen, wie „ Uns ist nicht wurscht was Waldi macht“, oder „Bello trifft keine Schuld, wenn Herrchen Scheiße baut“. Parallel wurden an einigen markanten Stellen, z. B. am Mathildenplatz, Hundekot-Tütenspender aufgestellt, die inzwischen auch gewissenhaft benutzt werden. Zusätzlich wurde die Aktion flankiert von Ansteckern, die im Gebiet verteilt wurden. Begleitet wurde diese erste Kampagne von einem Projekt des Kinder- und Jugendparlaments der Stadt Offenbach, das eine Broschüre mit illustrierten Geschichten zum Thema Hundekot unter dem Titel „Au Backe, so ’ne Kacke“ herausgebracht hat.
Diese Aktion erhielt viel Aufmerksamkeit, sogar der Hessische Rundfunk sendete einen Bericht in den Lokalnachrichten.
Gemeinsam mit dem Ordnungsamt wurde 2006 die erste „Gelbe Karte“-Aktion durchgeführt. Das Quartiersmanagement hat eine Gelbe Karte entworfen, die sozusagen als Abmahnung der „Hundekotsünder“ eingesetzt wurde. Diesen „Fußball-Jargon“ Gelbe Karte versteht jeder als eine erste Verwarnung, und genau diesen Effekt soll sie auch haben. Auf der Rückseite wird ein Bußgeld von € 60,- angedroht.
Im Jahr 2007 wurde die konzertierte Aktion der Plakat-Aktion, die im Jahr 2005 durchgeführt wurde, wiederholt, um das Thema zurück in das Bewusstsein der Anwohner und Hundehalter zu holen. Die Plakate wurden von den Arbeitsgelegenheiten des Stadtteilbüros noch einmal im gesamten Stadtteil aufgestellt. Während der Auftaktaktion „Besser leben in Offenbach“ wurden weitere Hundekot-Tütenspender aufgestellt. Im Jahr 2008 wird das Aktionsgebiet von „BLIO“ verlegt, ein Teil fällt dann jedoch immer noch in das Soziale Stadt Gebiet, sodass es weiter von den Maßnahmen profitieren wird.
Seit August 2007 besteht für das Ordnungsamt die Rechtsgrundlage, um Strafzettel an „Hundekotsünder“ zu verteilen.


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